Konzertreise nach Russland
Sonntag, den 15. Juni 2014 um 18:43 Uhr
Aufnahme vom RückflugDie Musiker der 1. Innviertler Trachtenkapelle Solinger bereisten von 10. bis 15. Juni 2014 die Städte Moskau und Kirov in Russland. Wir haben sehr viele neue, ungewohnte, spannende Eindrücke erlebt und Freundschaften geschlossen. Unter "Weiterlesen" gibt es einen Bericht von der Konzertreise.
Vorbereitungen.
Die Vorbereitungen für diese außergewöhnliche Konzertreise begannen schon viele Monate im Vorhinein. Unser Obmann Florian Fuchs ist oft in Russland unterwegs und erfuhr über seine Dolmetscherin Ludmilla, dass es für uns die Möglichkeit gäbe eine Reise dorthin zu unternehmen. Diese Einladung konnten wir nicht ausschlagen, so begannen einige Musiker den Trip zu organisieren und zu planen. Visa mussten für 49 Personen besorgt werden, Flug und Zug musste gebucht werden, und viele weitere Dinge gab es zu erledigen. Schließlich war es am Dienstag um 7:00 soweit: Die Reise ging los. Nach dem Transfer zum Flughafen Wien-Schwechat flogen wir mit Austrian Airlines nach Moskau, der Flieger wurde zu mehr als einem Viertel von Solingern belegt.

Roter Platz am Abend

Moskau. In Moskau wurden wir von Ludmilla und Shenja, einem weiteren Dolmetscher empfangen. In Moskau unternahmen wir eine Tour zum Kreml, auf den roten Platz, und auch das Nachtleben wurde von Einigen erkundet. Der Zeitplan war recht straff, deswegen hatten wir leider nur einen Tag Zeit Moskau zu besichtigen.

Der Nachtzug. Mittwoch Abend bestiegen wir den Nachtzug "Wjatka" nach Kirov. Der russische offene Liegewagen war ein Erlebnis für sich, aber es war trotz enger Platzverhältnisse erstaunlich komfortabel. Wir konnten während der Fahrt noch die endlosen Wälder bestaunen, die für Russland so typisch sind, da die Sonne in diesen Breitengraden im Sommer sehr spät untergeht. Nach 909 km und etwa 12 Stunden Fahrzeit erreichten wir das eigentliche Ziel dieser Reise, Kirov. Kirov ist eine Stadt mit etwa 500000 Einwohnern, wurde 1374 gegründet und liegt am Fluss Wjatka. Wer mehr erfahren möchte, soll auf Wikipedia nachlesen.

Kirov. Gleich nach der Ankunft im Hotel hatten wir eine Probe mit dem Knabenchor der Stadt, bei der wir einige gemeinsame Stücke einstudierten. Gleich darauf ging es weiter zum Theaterplatz der Stadt (der für unsere Verhältnisse riesig ist), um bei den Festlichkeiten für die Feiern zum 640-Jahr-Jubiläum mitzuwirken. Neben anderen Musikgruppen des Landes gaben wir als einzige ausländische Gruppe vor tausenden Einwohnen ein kurzes Konzert mit dem erwähnten Knabenchor, das sehr gut ankam. Mit unserer Tracht waren wir ein äußerst beliebtes Fotomotiv bei der Bevölkerung und den anderen Musikern; wir fühlten uns schon beinahe wie Stars ;) Am Abend besuchten wir noch kurz das Feuerwerk anlässlich des Feiertages "Tag Russlands". Auch dort waren wir mit Tracht der Hingucker des Abends.

Selfie unserer Dolmetscherinnen auf dem Kirover TheaterplatzAuch am Freitag gaben wir ein Konzert auf dem Theaterplatz, gemeinsam mit einigen Gruppen wie z.B. eine Gruppe von Dudelsackbläsern und mehreren Militär-Tanzorchestern. Das Niveau der Konzerte war sehr hoch, auch die Russen sind offenbar sehr musikalisch. Den Abend ließen wir gemütlich in einem Naturreservat ausklingen, wo wir mit etwa 10 Dolmetsch-StudentInnen speisten und feierten. Diese begleiteten uns während der Zeit in Kirov fast durchgehend und wir waren froh, dass sie uns über so manche sprachliche Barriere hinweghalfen. So hatten wir auch die Möglichkeit sie näher kennen zu lernen, und es ist nicht ausgeschlossen dass einige sich wieder irgenwann einmal treffen, in Russland oder zum Gegenbesuch in Österreich.

Samstags absolvierten wir noch eine Busreise durch die Stadt Kirov und hörten dabei einige interessante Informationen. Auch ein Besuch der lokalen Brauerei durfte nicht fehlen. Wir wurden oft gefragt ob uns das Bier schmeckte, und alle beantworteten diese Frage mit einem klaren und deutlichen "Da".

Das Ende unserer Konzertreise ist für die Allermeisten viel zu schnell gekommen, aber Samstagabends hieß es bereits Abschied nehmen. Es ging wieder mit dem Nachtzug zurück nach Moskau, von dort mit dem Flieger nach Wien, und zu guter Letzt brachte uns die Firma Reichinger mit dem Bus wieder sicher nach Hause.

Wir sind uns einig, dass wir einige tolle Tage in Russland verbracht haben und niemand möchte mehr diese Erfahrung missen. Die Gastfreundschaft des russischen Volkes hat uns sehr gefreut, wir hoffen dass Einige von ihnen auch unsere Gastfreundschaft einmal kennen lernen können!

P.S.: Fotos folgen noch! (Tausende müssen gesichtet werden ;)) Da unsere Galerie derzeit ein technischen Problem hat, werden die Fotos auf unsere Facebook-Seite gestellt werden.